Geht es nach Rackspace, hat OpenStack das Potential für einen weitreichenden Einsatz im Cloud Computing wie Linux bei den Servern. Sie gehen sogar soweit und vergleichen das Open Source Cloud Computing Projekt als Android, dass es gegen die proprietären “iPhone”-Clouds von Google, Microsoft und VMware aufnehmen soll, so Lanham Napier gegenüber ZDNet.

OpenStack ist für Service Provider
Mit OpenStack lassen sich eigene Private und Public Cloud Infrastrukturen aufbauen, deren Kern eine Open Source Code Basis bildet. Aktuell unterstützen über 100 Technologie Unternehmen das Projekt und setzen auf die Open Source Cloud Infrastruktur, darunter AT&T, Korea Telecom, das San Diego Supercomputer Centre, HP und das US Department of Energy’s Argonne National Laboratory.
OpenStack bzw. Rackspace sehen insbesondere die Amazon Web Services als größten Konkurrenten an, dem sie mit ihrer Lösung einen offenen Counterpart gegenüberstellen wollen.
OpenStack will der offene Standard werden
OpenStack schreibt sich das Thema Open Source auf die Brust und zieht damit gegen die geschlossenen Konkurrenten Amazon und VMware in den Wettbewerb. OpenStack kritisiert, dass sich beide zu sehr auf ihre eigenen proprietären Cloud Infrastrukturen konzentrieren. Wobei Amazon gezielt in die Amazon Web Services investiert und sich VMware auf Cloud Software zur Virtualisierung konzentriert. Diese Geschichte erinnert ein wenig an die 90/2000er wo Linux Anbieter mit dem Argument der Offenheit gegen Microsoft in den Kampf gezogen sind.
Rackspace erhofft sich mit einer breiten Verteilung von OpenStack, dass Teile des Projekts damit zum offenen Industrie Standard für Cloud Computing werden. Den de-facto Standard der Cloud besitzt derzeit noch Amazon. Dabei wünscht sich Rackspace quasi zu OpenStack zu werden, so wie Canonical für Ubuntu steht.
OpenStack ist ein Sammelsurium
Die Aussage von Rackspace ist nicht verwunderlich, ist OpenStack doch das Baby und Lieblingsthema von Rackspace, dass sie vehement vorrantreiben. Ganz unrecht haben sie damit aber nicht. OpenStack wirkt in der Tat wie Linux, dass ebenfalls aus vielen kleinen Projekten ein Betriebssystem bildet. Denn anders als OpenSource Cloud Projekte wie Eucalyptus, openQRM, Cloudstack oder OpenNebula, handelt es sich bei OpenStack nicht um ein Stück Software, das man “einfach” so installiert (wie Linux), sondern um ein Sammelsurium aus vielen kleinen Teilprojekten Compute, Storage, Networking, Dashboard und Shared Services die man erst zusammenbauen muss, um damit eine Cloud Infrastruktur zu realisieren.
Bildquelle: http://venturebeat.com
von René Büst, CloudUser.de

#Rackspace bezeichnet #OpenStack als das #Linux der #Cloud – http://t.co/8Y4GDFj1 #CloudComputing
[...] In der jüngsten Vergangenheit sind neben HP und der Deutschen Telekom viele Private und Public Cloud Lösungen auf Basis von OpenStack entstanden. Speziell auf die großen Player wie den Amazon Web Services und VMware hat es OpenStack abgesehen, denen Sie unterstellen, mit ihren proprietären Angeboten sich gegen das Thema Open Source zu stellen. [...]